Selbstorganisation und Selbstführung in einem Team

Rahmenbedingungen

Ein Team hat eine Mindestgröße (5 Personen), um Vielfalt zu sichern – und eine maximale Größe (9), um schnelle Verständigung zu garantieren.

Es gibt eine glasklare und herausfordernde Aufgabenstellung (eventuell aktualisiert durch Zielvereinbarungen mit der Leitung der Organisation); ein Team muss exakt wissen: Wozu gibt es uns?

Das Team erbringt selbstorganisiert Produkte und Dienstleistungen für Kunden / Klienten. Mit denen wird eng kooperiert.

Das Team als Ganzes ist verantwortlich für die Bewältigung der Aufgabe.

Teilzeitarbeit und Telearbeit sind möglich – aber ein Minimum an Präsenz muss sichergestellt sein.

Kompetenzen und Entwicklung

Ein Team hat kompetente Mitglieder – fachlich und sozial; neue Mitglieder werden vom ganzen Team eingestellt. Es legt Wert auf komplementäre Skills (Interdisziplinarität / Multiprofessionalität).

Unterschiedliche Rollen und Funktionen bei den Personen bilden sich in der Zusammenarbeit heraus und werden benannt.

Entfaltung des Einzelnen mit seinen Stärken wird ermöglicht.

Die Mitglieder können sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit einbringen – nicht nur mit ihren Fähigkeiten, sondern auch mit ihren privaten Interessen, Wünschen, Sorgen (Balance von Leben und Arbeiten).

Die Teammitglieder pflegen Wissensaustausch und verstehen sich als Lerngemeinschaft. Sie erweitern laufend ihre Kompetenzen im Team.

Ziel ist es, ein „reflektiertes Team“ zu schaffen, das regelmäßig Ziele und Aufgaben, Zusammenarbeit und Beziehungen in den Blick nimmt.

Kommunikation und Teamkultur

Die Teammitglieder pflegen intensive Kommunikation untereinander – informell und strukturiert. Dafür haben sie Räume, die nahe beieinander sind. Die Mitglieder haben Rückzugsmöglichkeiten, um alleine konzentriert arbeiten zu können.

Die Teammitglieder haben untereinander ein hohes Vertrauen entwickelt durch eine intensive Teamentwicklung (Klausuren, Workshops, Supervision…).

Es gibt einen abgestimmten Informations-Fluss und eine gemeinsame Ablage-Ordnung; moderne IT wird kreativ genutzt. Dadurch wird auch wechselseitige Vertretung ermöglicht.

Gemeinsame Regeln werden beschlossen und dokumentiert.

Besprechungen werden laufend optimiert.

Für Konfliktmanagement gibt es ein vereinbartes Verfahren (Design).

Ein Team weiß, wer seine relevanten Partner-Teams in der Organisation sind und bildet mit ihnen Netzwerke.

Gemeinsames Feiern ist Teil der Team-Kultur.

Leitung und Entscheidungen

Die Entscheidungen im Blick auf die Aufgabenerfüllung werden im Team getroffen. Orientierung geben dafür die normativen (Leitbild) und strategischen Ziele der Organisation. Ein Team bringt seine Erfahrungen aktiv in die Organisation ein.

Jedes Teammitglied entscheidet im Rahmen seiner Aufgabe und seines Bereiches – allerdings muss es sich vorher mit zwei Akteuren beraten: Experten und Betroffenen im Blick auf das Thema.

Die Teamleitung ist ernannt, gewählt – oder es gibt keine.

Meinrad Bumiller

 

If we can agree that the economic problem of society is mainly one of rapid adaptation to changes in the particular circumstances of time and place, it would seem to follow that the ultimate decisions must be left to the people who are familiar with these circumstances, who know directly of the relevant changes and of the resources immediately available to meet them. We cannot expect that this problem will be solved by first communicating all this knowledge to a central board which, after integrating all knowledge, issues its orders. We must solve it by some form of decentralization. But this answers only part of our problem. We need decentralization because only thus can we insure that the knowledge of the particular circumstances of time and place will be promptly used.

          Friedrich von Hayek

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